Buchtipp mit Video

Einsamkeit ist mehr als Alleinsein

Manfred Spitzer beschreibt in seinem neuen Buch erstmals, warum Einsamkeit ein Krankheitsverursacher ist, wie krankmachende Einsamkeit und soziale Isolation aussehen und welch gravierenden Einfluss das auf Gesundheit, Körper und Seele hat.

Der Psychiater und Hirnforscher Manfred Spitzer untersuchte die Auswirkungen von Einsamkeit auf die psychische und physische Gesundheit. «Einsamkeit ist schmerzhaft, ansteckend und tödlich», lautet sein Fazit. Zur Veröffentlichung seines neuen Buches «Einsamkeit - Die unerkannte Krankheit» besuchte ihn Beate Radzey vom Mitmachkanal KuKuK-TV für ein Interview.

Video: Interview mit Manfred Spitzer


Quelle KuKuK-TV

 
Im Zusammenhang mit Demenz spricht Beate Radzey eine Studie an, die Einsamkeit als Risikofaktor für die Entwicklung von Demenz aufführt. Manfred Spitzer erläutert, dass Demenz und Einsamkeit einen Teufelskreis bilden. «Wichtig ist es, Wege zu finden, um diesen zu durchbrechen.» 

Der streitbare Psychiater will mit seinem Buch eine Gesellschaft aufrütteln, die Einsamkeit immer noch als erstrebenswertes Wellnessangebot für gestresste Zeitgenossen betrachtet.


 

Manfred Spitzer, «Einsamkeit – die unerkannte Krankheit», Droemer Knaur

Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer, geboren 1958, studierte Medizin, Psychologie und Philosophie und habilitierte sich anschliessend für das Fach Psychiatrie. Zweimal war er Gastprofessor an der Harvard University. Er leitet die Psychiatrische Universitätsklinik in Ulm und das Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen. Zahlreiche Buchveröffentlichungen, darunter die Bestseller «Lernen» und «Vorsicht Bildschirm!». Die Titel «Digitale Demenz» und «Cyberkrank» haben hohe Wellen geschlagen. Auf Bayern Alpha moderiert Manfred Spitzer wöchentlich die Sendereihe «Geist & Gehirn». 

erschienen: 02.05.2018

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