Von drinnen nach draussen

Botschaften aus der Isolation

Fiorentina Talamo stellt ihren Hoffnungsbaum vor.
Fiorentina Talamo stellt ihren Hoffnungsbaum vor. Bild Screenshot

In Altersheimen und Spitälern gelten während der Coronakrise sehr strenge Hygiene- und Verhaltensregeln. Auf der Facebook-Seite «Von drinnen nach draussen» berichten Pflegende in Videobotschaften, wie es ihnen geht und was sie beschäftigt.

Von Martin Mühlegg

Wie geht es den Menschen in der Isolation? Wie gehen Pflegende mit dieser schwierigen Situation um? Was beschäftigt Menschen mit Demenz im Heim oder Patienten im Spital? Antworten auf diese Fragen gibt nun die Facebook-Seite «Von drinnen nach draussen». Pflegende aus Heimen und Spitälern berichten in kurzen Videostatements, was sie und ihre Patienten erleben und bewegt.

→ Hier geht es zur Facebook-Seite «Von drinnen nach draussen»

Da sind zum Beispiel die beiden Lernenden Annina und Fabienne: Sie arbeiten im Demenz-Zentrum Sonnweid und berichten über die Verunsicherung der Bewohner. Um diese Menschen aufzuheitern, kegeln sie jetzt auf dem Flur.

Im Fernseher laufen derzeit nur noch Filme, weil die Nachrichten von draussen den Bewohnern Angst machen. Derweil sinniert die diplomierte Pflegerin Marlis Kamminoth über die Aussage eines Bewohners, der sich selbst als «qualifiziertes menschliches Wesen» bezeichnete. Die Betreuerin und Musikerin Fiorentina Talamo stellt ihren Hoffnungsbaum vor.

Die Facebook-Seite wird künftig wöchentlich mehrere Videobotschaften veröffentlichen. Damit will sie einen Einblick geben in die Arbeit und die Gedanken der Pflegenden. Sie will auch der Pflege, die in diesen Tagen unter grossem Druck steht, starke Stimmen geben. Von drinnen nach draussen ist ein gemeinsames Projekt des Demenz-Zentrums Sonnweid und der Plattform alzheimer.ch.

erschienen: 08.04.2020

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