Umfrage

«Sich mit dem Tod zu befassen führt hin zum Leben»

«Wie ist ihr persönliches Verhältnis zum Tod? Wie hat sich Ihr Blick auf den Tod im Lauf der Jahre gewandelt? Welchen Einfluss hat die Arbeit mit Betagten und Menschen mit Demenz auf Ihre Sichtweise?» Am Rande des 7. St.Galler Demenzkongresses befragten wir Macherinnen und Besucher zu diesem Thema. alzheimer.ch/youtube

Wie würden Sie reagieren, wenn ein Journalist unvermittelt an Sie heran tritt und fragt, was denn Ihr Verhältnis zum Tod sei? Und das vor laufender Kamera. Die meisten der so aufgeschreckten reagierten überraschend offen und liessen sich gern befragen.

Von Marcus May

«Ich stelle fest, dass ich die Fragen des Sterbens und des Todes als sehr inspirierend für mein Leben empfinde» (Stefan Weiller, Autor und Regisseur)

«Ich lebe wahnsinnig gern, doch der Gedanke, dass es nicht ewig dauert, schmerzt auch» (Heidi Zeller, Leiterin Fachstelle Demenz FHS)

«Nach dem Tod geht es weiter, deshalb habe ich keine Angst vor dem Sterben» (Remo Cottiati, Herausgeber ASP-Fachmagazin)

«Eine Beerdigung zu machen ist für mich etwas tolles, es tut mir gut» (Lars Kessner, evangelischer Pfarrer)

«Sich mit dem Tod auseinanderzusetzen gehört zum Leben, wie das Leben selbst» (Esther Girsberger, Publizistin und Unternehmerin)

«Die Angst vor dem Tod habe ich verloren, meine ich. Wie es dann wirklich sein wird, weiss ich nicht» (Martina Merz, ehem. Prorektorin FHS)

erschienen: 21.11.2019

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