Unterstützte Selbsthilfe

mosa!k – mit uns statt über uns

Der St. Galler Verein mosa!k bietet Menschen mit Demenz, die früh oder jung betroffen sind, verschiedene tagesstrukturierende Angebote. alzheimer.ch/youtube

Cristina De Biasio und Ulla Ahmann vom Verein mosa!k verfügen über viel Erfahrung in der Begleitung von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen. Sie kennen die Herausforderungen, die eine Demenzerkrankung im jüngeren Lebensalter mit sich bringt. Im Video gewähren sie Einblick in ihre Arbeit.

Von Marcus May

Der Verein mosa!k engagiert sich seit 2016 in St.Gallen für den Aufbau tagesstrukturierender Angebote für jung- und frühbetroffene Menschen mit Demenz.

«Wir sind ein kleines, aber feines Mosaiksteinchen im Gefüge der bereits bestehenden Angebote für Menschen mit Demenz»

Ulla Ahmann

Die Angebote wie Wandergruppe, Museumsbesuche oder Gesprächsgruppen richten sich primär an Personen, die vor dem 65. Lebensjahr an einer Demenz erkrankt sind sowie an über 65-jährige mit einer Demenzerkrankung in einer frühen Phase.

«Wir wollen mit unserem Angebot mitten in der Gesellschaft sein, nicht irgendwo am Rand»

Cristina De Biasio

Seit August 2019 gibt es mosa!k im Lattich, eine Tagesstruktur für jung- und frühbetroffene Menschen mit Demenz. Gemeinsam den Tag verbringen, in einer wertschätzenden und wohltuenden Umgebung. Dieser spezielle Ort befindet sich mitten im kreativen Lattich-Modulbau im Güterbahnhofareal in der Stadt St. Gallen.

«Bei uns muss sich niemand verstecken, jeder kann sich selbst sein»

Ulla Ahmann

Jeden Donnerstag und Freitag trifft sich dort eine Gruppe Betroffener, gemeinsam verbringt man den Tag, kocht und isst zusammen, unternimmt etwas, ist kreativ tätig, tauscht sich aus.

«Es ist eine Gemeinschaft, die trägt. All diese Leute wissen, wie es sich anfühlt» 

Cristina De Biasio

«mosa!k ist auch eine Kegelbahn» (Christina De Biasio)
«mosa!k ist auch eine Kegelbahn» (Christina De Biasio) Bild Screenshot Marcus May

 

 

erschienen: 07.01.2020

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