Social Care

Unterwegs mit der Demenz-Spitex

Das Social Care-Team der Spitex Zürich Limmat beschäftigt fast 40 Mitarbeitende. Das Team betreut ausschliesslich Menschen mit einer demenziellen Erkrankung im häuslichen Umfeld. Eine Video-Reportage. alzheimer.ch/youtube

Seit 2010 gibt es in Zürich die Demenz-Spitex. Ursprünglich als Pilot-Projekt konzipiert, ist «Social Care» inzwischen ein wichtiger Bestandteil der Spitex Zürich Limmat. Das Team betreut ausschliesslich Menschen mit einer demenziellen Erkrankung im häuslichen Umfeld.

Von Marcus May

Das interdisziplinäre Team von «Social Care» besteht aus rund 40 Mitarbeitenden und betreut 60 bis 70 Menschen mit Demenz. Die Anzahl der Kunden hat sich im Lauf der Jahre kaum verändert, die Zahl der Pflegestunden hingegen ist innert fünf Jahren von 11'000 auf 18'000 Stunden angewachsen.

«Dies zeigt sehr deutlich, dass wir bedarfsgerecht arbeiten und wie sehr wir gebraucht werden», sagt Claudia Günzel, Teamleiterin von «Social Care».

«Weil wir so gut aufgestellt sind, gibt es kaum Situationen, die wir nicht meistern können.»

Das Team sei fähig den Haushalt zu schmeissen oder wüste Wunden zu verbinden.

Um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, pflegen die Mitarbeitenden einen intensiven und regen Austausch untereinander, da sich viele der Betroffenen nur noch beschränkt mitteilen können. Ein wichtiges Glied in der Kette bildet die Unterstützung, die Beratung und die Entlastung der Angehörigen.

«Wir haben es bei unserer täglichen Arbeit kaum mit Medizinaltechnik zu tun, der Austausch findet eher auf der emotionalen Ebene statt», sagt Günzel. Das verlange von den Mitarbeitenden viel Einfühlungsvermögen, eine hohe Sozialkompetenz, Flexibilität, Fantasie und Kreativität.

Die meisten machen mehr als eigentlich nötig wäre, denn manche Kunden werden Jahrelang betreut und drei Mal täglich besucht.

«So entsteht eine Beziehung, oft ist es eine sehr starke Vertrauensbeziehung. Wir bringen regelmässig Blumen mit oder helfen bei der Weihnachtsdekoration», sagt Fallführerin Katrin Leckebusch. Damit erreiche man, dass die Betroffenen sich wohl und aufgehoben fühlten, was die Arbeit ungemein erleichtere.

erschienen: 05.09.2018

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