mittendrin

Mona Vetsch in der Sonnweid

Mit vielen Fragen und Bildern von Menschen im Kopf, die nicht mehr wissen, wer sie sind, geht Mona Vetsch in die Sonnweid. Bald merkt sie: Dasein und spüren bringt einem manchmal weiter als reden. Wenn der Verstand nicht mehr mitmacht, wird das Herz wichtiger. Youtube SRF

Drei Tage im Demenz-Zentrum Sonnweid in Wetzikon sind kein Spaziergang für Mona Vetsch. Sie wird konfrontiert mit existenziellen Fragen über den Sinn des langen Lebens und lernt von den Menschen mit Demenz, dass Realität immer eine Frage der Perspektive ist.


Demenz zeigt sich bei Betroffenen ganz unterschiedlich. Das erfährt Mona Vetsch schon bei ihrer ersten Begegnung. Eine Bewohnerin kann ihr erzählen, wie es sich anfühlt, wenn Dinge plötzlich nicht mehr gehen, die ein Leben lang selbstverständlich waren. Zum Beispiel sich an das Geburtsjahr erinnern oder im Heim den Weg ins Zimmer finden, den man schon 100 Mal gegangen ist.

Später auf der Pflegeabteilung kann Mona Vetsch keine gesprochenen Antworten mehr erwarten. Kommunikation geschieht hier über Zuwendung. Mona hilft einer Bewohnerin beim Essen und einer anderen beim Aufsitzen.

Demenz trifft nicht nur die erkrankten Menschen, sondern auch ihre Angehörigen. Ehepartner erzählen Mona vom traurigen Moment, als sie sich eingestehen mussten, nicht mehr zu Hause für den anderen sorgen zu können. Die Tochter einer Bewohnerin schildert, wie es einen trifft, wenn man den geliebten Menschen Stück für Stück an die unheilbare Krankheit verliert.


Quelle Youtube/SRF DOK


«Mona mittendrin» bei Menschen mit Demenz hat für rege Diskussionen in den Kommentarspalten von SRF DOK gesorgt. Hier im Q&A greift Mona Vetsch einige der gestellten Fragen, Kommentare und Anregungen auf.

erschienen: 22.11.2019

Kommentare